Rückgabe LF 16 TS

Unser LF 16 TS konnte Abteilungskommandant Ludwig Kast am 31.08 1984 von der Branddirektion Karlsruhe als Fahrzeug des Katastrophenschutzes im Namen der Abteilung Stupferich übernehmen. In den ganzen Jahren tat es für uns treue Dienste. Leider mussten wir uns jetzt von diesem Fahrzeug trennen.

Im Jahr 2000 wurde in Übereinstimmung mit dem Feuerwehrausschuss der Feuerwehr Karlsruhe ein Fahrzeugkonzept erarbeitet, welches dann vom Gemeinderat so beschlossen wurde. Dieses Konzept sah vor, aus Kostengründen einen Teil der Fahrzeuge des Katastrophenschutzes durch stadteigene MTW´s zu ersetzen. Dieses Ziel erschien damals noch in weiter Ferne zu sein, da vom Bund die ganze Zeit über die Unterhaltskosten für die LF 16 TS übernommen wurden.

Zum Ende des Jahres 2009 zog sich der Bund dann ohne lange Vorankündigung von dieser Finanzierung zurück. Somit war klar, dass auch unser Fahrzeug laut Konzept zurückgegeben werden musste. Am 09. Januar 2010 hatten wir das Fahrzeug, nach einem großen Abschied von der Jugendfeuerwehr, abgegeben. Nach fast 26 Jahren musste sich auch Abteilungskommandant Ludwig Kast von diesem Fahrzeug trennen, das besonders für die Ausbildung der Jugend von großem Nutzen war. Unser LF 16 TS hatte bei der Abgabe 21.719 km auf dem Tacho und war noch in einwandfreiem technischen Zustand.

Versuche von Seiten des Ortschaftsrates, dieses Fahrzeug für unsere Wehr zu halten, waren zum Scheitern verurteilt.

Abteilungskommandant Kast hatte in Erfahrung gebracht, wann der neue Besitzer das Fahrzeug abholen wird und ergriff die Gelegenheit, bei dieser Übernahme dabei zu sein.
Am 23. Januar waren Kameraden der Feuerwehr Winterlingen mit ihrem Kommandanten Heinz Rieber in Karlsruhe, um das LF 16 TS in Empfang zu nehmen. Nach einer kurzen, herzlichen Begrüßung und einem Austausch von kleinen Geschenken waren die Kameraden aus Winterlingen interessiert und bereit, bei der Heimfahrt auf die Schwäbische Alb einen kurzen Halt bei uns zu machen und unser Gerätehaus zu besichtigen. Man war sich einig, dass dies nicht der letzte Besuch war. Die Kameraden konnten unser Bedauern über die Abgabe verstehen. Das Wissen, dass unser Fahrzeug jetzt wieder in guten Händen ist, tröstet uns über den Verlust hinweg.